Ausstellungen 2018

Frauen der Reformation und des Pietismus

23. Februar bis 25. März 2018

Mit der Reformation vor 500 Jahren begann ein neues Zeitalter in Europa, das viele Veränderungen mit sich brachte. Die evangelischen Glaubensvorstellungen führten zu einem neuen Rollenverständnis der Frauen in Kirche, Gesellschaft und Familie. Während im katholischen Mittelalter nur privilegierten Mädchen zumeist in Klöstern der Zugang zu Bildung möglich gewesen war, war es das Ziel der Reformatoren, dass jeder lesen und schreiben konnte. Als Ehefrau und Mutter sollte die protestantische Frau ihren Kindern und ihrem Hauspersonal die neue christliche Lehre vermitteln und ihrem Mann als tatkräftige und kluge Hausfrau zur Seite stehen. Dieses Ideal verkörperte beispielsweise die Frau von Martin Luther, Katharina von Bora, die zum Vorbild der evangelischen Pfarrfrau wurde. Die von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland konzipierte Ausstellung stellt anhand von zwölf Lebensschicksalen aus Mitteldeutschland, dem „Mutterland der Reformation“, den Lebensalltag von Frauen im 16. Jahrhundert dar. Ergänzend werden außerdem Frauen des Pietismus aus Württemberg vorgestellt.


Unser täglich Brot. Ein Grundnahrungsmittel und seine Geschichte

20. April bis 26. August 2018

Brot ist eines der ältesten Nahrungsmittel, das von Menschen geschaffen wurde. Nur wenige Zutaten wie Mehl, Wasser, Hefe bzw. Sauerteig und Salz sind notwendig, um das schmackhafte Gebäck herzustellen. Entscheidend für den Herstellungsprozess ist das Backen in Öfen, deren Technik im Laufe der Jahrtausende optimiert wurde. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Grundnahrungsmittel Brot auf dem Land von Frauen im Holzbackofen selbst gebacken. Ein lebendiges Zeugnis für diese Tradition ist das Backhaus in der Hinteren Gasse in Münchingen, das als eines von ursprünglich drei Gemeindebackhäusern erhalten geblieben ist und bis heute regelmäßig genutzt wird. Die Ausstellung veranschaulicht den Entstehungsprozess des Lebensmittels vom Korn zum Brotlaib und erinnert an Geschichten und Bräuche rund ums Brotbacken. Ergänzende Informationen des Ministeriums für den ländlichen Raum und des Ernährungszentrums Mittlerer Neckar erläutern den gesundheitlichen Wert von Brot und den nachhaltigen Umgang mit diesem wichtigen Lebensmittel, das nicht allen Menschen auf der Welt täglich zur Verfügung steht.

Den Flyer mit Begleitprogramm finden Sie hier. (5,604 MB)


ART meets HISTORY

9. September bis 28. Oktober 2018

Gemeinschaftsausstellung Münchinger Künstlerinnen und Künstler zum Kunsttag Münchingen 2.0 am 9. September 2018.


Krankenmord im Nationalsozialismus - Grafeneck 1940 Geschichte und Erinnerung. Euthanasieopfer aus Korntal-Münchingen

16. November 2018 - 6. Januar 2019

Opferschicksale aus Korntal und Münchingen
 
Unter der Tarnbezeichnung „Aktion T4“ wurden zwischen Januar 1940 und August 1941 in Deutschland mehr als 70.000 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie seelischen Krankheiten ermordet. Eine der sechs zu diesem Zweck eingerichteten Tötungsanstalten befand sich in Schloss Grafeneck auf der schwäbischen Alb. Dorthin wurden zwischen Januar und Dezember 1940 Patienten aus den baden-württembergischen Heilanstalten deportiert und anschließend in einer Gaskammer getötet. Die Wanderausstellung der Gedenkstädte Grafeneck e.V. erinnert an die grausamen Krankenmorde der Nationalsozialisten, denen auch vierzehn Menschen aus Korntal und Münchingen zum Opfer fielen. Zehn von ihnen wurden in Grafeneck umgebracht.